Amphibienwanderung 2020

Abschluss der diesjährigen Rettungsaktion am Drahtzug

10.04.2020

Vor einer Woche wurde die diesjährige Rettung am Drahtzug beendet. Familie Back und Freunde konnten in diesem Jahr insgesamt ca. 3.600 Kröten (2.499 Hinwanderer und 1.142 Rückwanderer) eine sichere Wanderung ermöglichen. Davon befanden sich ca. 700 Kröten in den Eimern entlang der errichteten Zäune. Der große Rest wurde während der Begehungen, insbesondere an der L 520 und dem großen Parkplatz aufgesammelt. Ein tolles Ergebnis. Vielen Dank an alle Beteiligten.


Abschluss der diesjährigen Rettungsaktion am Eiswoog

 29.03.2020

Am 23.03.2020 wurden die Zäune hoch gebunden und die Eimer ausgegraben. Damit endete die diesjährige Rettungsaktion früher als in den vergangenen Jahren. Insgesamt haben wir 8.725 Amphibien (ca. 8.300 Erdkröten, ca. 200 Molche und ca. 200 Frösche) bei Ihrer Wanderung geholfen. Vergleicht man die Ergebnisse mit dem Jahr 2019 ist die Zahl der Erdkröten in etwa konstant, die der Grasfrösche wesentlich höher und die der Molche ungewiss. Die reduzierten Schutzzäune waren in diesem Jahr nur 5 Wochen (von Ende Februar bis Ende März) aktiv. Aufgrund des warmen Wetters hatten die ersten Wanderungen jedoch schon Ende Januar begonnen. Durch die Coronakrise gab es besonders in den letzten Tagen deutlich weniger Straßenverkehr, was den Amphibien zu Gute kam und wir weniger Hilfe leisten mussten.

 

Diverse Themen zur Verbesserung der Situation für die Amphibienpopulationen am Eiswoog sind nach wie vor offen (unter anderem die Beseitigung von Müllansammlungen in einzelnen Uferbereichen, die Errichtung dauerhafter Leiteinrichtungen, ...). Es gibt für einige Themen bereits Lösungsansätze, andere müssen noch erörtert werden. Wir bleiben dran.


Update: Amphibienwanderung am Eiswoog fast abgeschlossen

21.03.2020

Die sehr milden Temperaturen der letzten Tage haben die Amphibien zügig wandern lassen. Anfangs der Woche ging es richtig rund. Alleine am Montag und Dienstag haben sich ca. 1.400 Kröten auf den Weg gemacht und landeten in den Eimern entlang des Schutzzauns oder wurden von uns an der Straße abgesammelt. 90% davon waren bereits Rückkehrer in Richtung  Wald. Diese haben das Ablaichen bereits beendet und begeben sich zurück in ihr zu Hause, in dem sie den Rest des Jahres verbringen. Im Laufe der Woche wurden es dann immer weniger Tiere die unterwegs waren. Heute morgen gab es trotz des ergiebigen Regens keine einzige Kröte mehr die Richtung Eiswoog wanderte und auch kaum noch Rückkehrer. 


Update: Schon viele Amphibien unterwegs

15.03.2020

Die milde und feuchte Witterung der vergangenen Zeit hat die Amphibien am Eiswoog fleissig weiter wandern lassen. Circa 3.500 Tiere waren bereits auf dem Weg zum Ablaichen und bekamen von uns "Geleitschutz". Trotzdem gibt es auch immer wieder getötete Tiere zu beklagen. Die Kröte und der Molch auf dem einen Bild haben es leider nicht geschafft. Erfolgreich im Wasser angekommen sind hingegen die Kröten auf dem zweiten Bild. Hier kann man auch einen schönen Froschlaich-Ballen erkennen. Die Erdkröte hingegen produziert Laich-Schnüre, die bei genauerem Hinsehen auch zu sehen sind.


Update: Und schon gehts los am Eiswoog

25.02.2020

So früh wie dieses Jahr hat selten die Erdkrötenwanderung am Eiswoog begonnen. Am Samstag haben wir den Zaun aufgebaut und gleich am nächsten Morgen, waren schon einige Tiere in der Eimern. Am Sonntagabend war dann richtig was los auf den Straßen und unsere Helfer haben 345 Kröten retten können.


Update: Die Zäune am Eiswoog stehen

 22.02.2020

Knapp 20 Helfer haben heute tatkräftig die beiden Amphibienschutzzäune am Eiswoog aufgebaut. Wir sind gespannt wann die Wanderung losgeht.


02.02.2020

 

Obwohl es eigentlich noch Winter ist, ist es teilweise so frühlingshaft warm, dass schon im Januar die ersten Amphibien gesichtet wurden. Aber richtig geht es in der Regel erst Ende Februar mit der Wanderung unserer Amphibien zu den Laichgewässern los. Jedes Jahr werden dabei leider tausende von Autos überfahren oder alleine schon durch Strömungsdruck der Autos, der bereits bei mehr als 30 Std/Km erreicht wird, getötet. Im betroffenen Bereich sollte jeder Autofahrer in dieser Zeit die Geschwindigkeit unbedingt anpassen.

 

Der NABU Eisenberg/Leiningerland errichtet auch dieses Jahr wieder seine mobilen Schutzzäune am Eiswoog bei Ramsen und am Drahtzug bei Altleiningen.

 

Wir benötigen Helfer für den Aufbau und die Betreuung der Schutzzäune an beiden Standorten und später, wenn die Wanderungen beginnen auch abends an den Straßen beim Aufsammeln der Tiere.

 

Die Forststraße zum Eiswoog und der Parkplatz am Gasthof Forelle sind bei Beginn der Wanderungen besonders gefährdet, weil in diesem Jahr dort kein Schutzzaun aufgebaut wird. Er hat sich für die Molchpopulation nicht bewährt. Wenn die Hauptwanderungen bei warmem feuchten Wetter beginnen, werden wir dort abends viele zusätzliche Helfer brauchen. Bitte melden Sie sich!

 

Für den Aufbau treffen wir uns am 22. Februar ab 10:00 Uhr am Eiswoog und am 29. Februar ab 10:00 Uhr auf dem großen Parkplatz von IT Welding (Drahtzug in der Nähe des Weihers).

 

Für die Planung ist es hilfreich, wenn Sie sich bei uns anmelden. Die Koordination der Termine am Eiswoog übernimmt Ruth Wölke, am Drahtzug Familie Back.

 

E-Mail: info@NABU-Eisenberg-Leiningerland.de

Eiswoog Telefon: 06351-6556 Ruth Wölke (lange klingeln lassen)

Drahtzug Telefon: 06359-82757 Familie Back 

 

Zur Info: So verlief die Schutzsaison 2019: Amphibienwanderung 2019