Aktuelles

Auf dieser Seite erfahren Sie Neuigkeiten und Infos über die aktuelle Entwicklung des Eselprojektes. Die einzelnen Artikel erscheinen in chronologischer Reihenfolge.


Der Frühling ist da

16.03.2020

Auch bei den Eseln hält der Frühling Einzug.

Das neue Weidezelt wurde geschützter zwischen höheren Hecken und Bäumen aufgebaut, nachdem das letzte Zelt einem der Stürme, trotz Sturmschutz, zum Opfer fiel. Jolly weiß sich vor der Kamera perfekt in Szene zu setzen.


Maschinelles Entbuschen

 

24.02.2020

Auch wenn es brachial aussieht, es ist leider notwendig. Große Teile des Projektgebietes sind so dicht verbuscht, dass für die Esel kaum ein Vordringen möglich ist. Auch wir kommen in diesen Bereichen mit Freischneidern und Astscheren nicht weiter. Um jedoch auch auf diesen  Flächen alte Weinbergsmauern wieder freizulegen und artenreiche Magerrasen entstehen zu lassen, war der Einsatz eines Forstroders notwendig. Zum Großteil wurden lediglich Schneisen in das Dickicht geschlagen, damit den Eseln ein Zugang ermöglicht wird von dem sie "weiterarbeiten" können. Manche Teile mussten jedoch großflächiger bearbeitet werden. Selbstverständlich werden nicht alle Hecken- und Gehölzbereiche zurückgeschnitten. Ganz im Gegenteil. Das Ziel ist ein struktur- und abwechslungsreiches Mosaik aus offenen Flächen und Gehölzstrukturen zu schaffen.


Gutachten zur Stechimmenfauna im Projektgebiet

 

12.01.2020

Seit wenigen Tagen liegt das von Herrn Burger von der Firma "IFAUN - Faunistik und Funktionale Artenvielfalt" erstellte Gutachten zur Stechimmenfauna im Projektgebiet vor.

 

Herr Burger war an 5 Tagen, zwischen April und August 2019, jeweils ca. 5 Stunden auf den Projektgebietsflächen unterwegs um die Stechimmenfauna (vor allem Wildbienen- und Wespenarten) zu erfassen.

 

Der Bericht bestätigt unsere bisherige Einschätzung, dass das Gebiet in seiner Beschaffenheit für Insekten von großer Bedeutung ist. Durch das Projekt werden wir diesen Lebensraum sichern und vergrößern.

 

Wir danken Herrn Burger für das sehr detaillierte und gut aufbereitete Gutachten.

 

Hier ein kleiner Auszug:

 

"Bei der vorliegenden Untersuchung konnten insgesamt 130 Bienenarten, d. h. fast ein Drittel der aus Rheinland-Pfalz bekannten Wildbienenarten (n = ca. 416 Spezies) festgestellt werden (vgl. Gesamtartenliste). Große Anteile des Gebiets sind mit lückigen Trockenrasen, fugenreichen Trockenmauern und Gebüschen bedeckt. Stellenweise gibt es blütenreiche Abschnitte, die im Südwesten von Trockenrasen-Vegetation von hoher Qualität für Wildbienen bewachsen sind.

  

Von insgesamt 130 nachgewiesenen Wildbienenarten stehen 44 Arten auf der Roten Liste und fünf auf der Vorwarnliste. Somit besteht mehr als ein Drittel der festgestellten Bienengemeinschaft (49 Spezies) aus wertgebenden Arten. Dies spiegelt die Bedeutung zumindest einzelner Flächen für den Wildbienen-Artenschutz wider.

 

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 181 Stechimmen-Arten nachgewiesen. (Wildbienen: 130, Grabwespen: 22, Goldwespen: 14, Wegwespen: 8, solitäre Faltenwespen: 5, Rollwespen: 1, Trugameisen: 1) festgestellt (siehe Gesamtartenliste im Anhang). Darunter befinden sich neben Arten, welche heutzutage noch in vielen verschiedenen Lebensräumen siedeln können und relativ anpassungsfähig sind, auch aus naturschutzfachlicher Sicht wertgebende Arten. ... Die Bearbeitung des Gebietes innerhalb von fünf Stunden je Erfassungstermin ist bei der Größe und Strukturreichtum nicht ausreichend gewesen, um sowohl Wildbienen, als auch das Artenspektrum an solitären Wespenarten zu erfassen. Die tatsächlich im Gebiet vorhandene Zahl an Stechimmenarten (außer Ameisen) dürfte über 400 Arten betragen.

 

Das Artenspektrum erlaubt eine Aussage zur Qualität der Strukturen: Dem Untersuchungsgebiet kommt aufgrund des Vorkommens von 15 (!) in Deutschland oder Rheinland als "stark gefährdet" oder höher eingestuften Bienenarten, eine landesweite Bedeutung (Stufe 8) zu."


Herbstsonne genießen

07.11.2019

Der erste richtige Frost ließ bislang auf sich warten. Die Sonne macht sich jedoch immer rarer. Daher sollte jeder November-Sonnenstrahl genossen werden. Die Esel sehen das auch so.


Zusätzliche Biotoppflege und Müllentsorgung

12.10.2019

Unser zweiter Biotoppflegetermin in 2019 führte uns auf die derzeit verwaiste Beweidungsfläche unserer Esel am Höllenberg bei Asselheim. Mehr als ein Dutzend Helfer haben sich an diesem sehr sonnigen und warmen Herbsttag hauptsächlich um das Zurückschneiden von Steinweichseln und Clematis gekümmert, da diese von den Eseln nur kaum bis gar nicht gefressen wurden. 

 

Auf der diesjährigen Sommerweide (Schleifmühle zwischen Mertesheim und Asselheim) sahen sich die Esel mehrmals mit unsachgemäß entsorgtem Müll konfrontiert. Wir haben diesen zusammengetragen und nun entsorgt - siehe Foto.


Monatstreffen und Umzug auf die Winterweide

11.09.2019

Im Rahmen unseres Monatstreffens haben wir heute den Eseln einen Besuch abgestattet. Wir starteten unseren Spaziergang in Asselheim. Vorbei am ursprünglichen Beweidungsgebiet Höllenberg ging es weiter zur Schleifmühle und letztendlich zur Papiermühle bei Mertesheim. Auf dieser Fläche haben die Esel in den letzten Tage ihre Winterweide bezogen. Neugierig wie sie sind, waren die vier bei Eintreffen der Besuchergruppe gleich zur Stelle und genossen die Aufmerksamkeit. Viele Interessierte nutzten die Möglichkeit der anwesenden Eselbetreuer und durften, was sonst nicht gestattet ist, den eingezäunten Bereich betreten um den Eseln einmal ganz nah zu sein. Susanne Bentz und Anita Bastian informierten über das Beweidungsprojekt, seine Aufgaben und Ziele, aber auch die Unwegbarkeiten die es zu meistern gilt.


Insektenmonitoring hat begonnen

Herr Burger bei der Untersuchung
Herr Burger bei der Untersuchung

30.06.2019

Im Rahmen des Eselprojektes wurde ebenfalls festgelegt, dass Untersuchungen zum Umfang und der Entwicklung der Artenvielfalt im Projektgelände vorgenommen werden. Ein Hauptfeld ist hier das Monitoring der Insektenwelt. Wir freuen uns, dass Ronald Burger von der Firma "IFAUN - Faunistik und Funktionale Artenvielfalt" aus Dirmstein diese Aufgabe übernommen und bereits mit den Untersuchungen begonnen hat.

 

Erste Highlights konnte er bereits entdecken: 

Die *Frühe Ziest-Schlürfbiene / Rophites algirus* (Ein Männchen), ganz typisch für Kalktrockenrasen mit Aufrechtem Ziest und entsprechend selten.

sowie die *Dunkle Zweizahnbiene / Aglaoapis tridentata* (ein Weibchen). Extrem seltene Art, die sich als Kuckucksbiene in Nestern von seltenen Mauerbienen-Arten entwickelt. Es werden zwar auch häufigere Wirtsarten angegeben, aber vermutlich kommen nur die seltenen Arten als Wirte in Betracht.

 

Beide Arten stehen auf der "Roten Liste" und sind stark gefährdet.

 

 

"An einem heißen Junimorgen rief mich Herr Burger vom Institut IFAUN an, heute wäre ein guter Tag für das Stechimmen-Monitoring, ich könnte ihn dabei beobachten. Wir trafen uns auf den Flächen der Papiermühle und Herr Burger war schon ganz begeistert, über die seltenen Schätzchen die da zu finden waren. Meinerseits sah ich erstmal nichts, bis ich langsam begriff wie man den Blick einstellen muss. Herr Burger schwenkte während unserem Gespräch ständig sein Netz über den Boden und war immer neu erstaunt über die gefundene Vielfalt. Für mich ergab sich ein Blick in eine völlig unbekannte Welt, die unbemerkt in meiner direkten Umgebung existiert und ich bin sehr gespannt, was das Monitoring ergibt."

von Susanne Bentz


Die Esel sind umgezogen

07.06.2019

Unsere Esel dürfen jetzt etwas mehr Gras fressen und sind auf die Flächen etwas mehr Richtung Mertesheim umgezogen.


Unsere Esel fühlen sich wohl

 

08.05.2019


Einzug von Gero und Emilia

 

21.04.2019

Vor zwei Wochen sind Gero und Emilia, zwei 1,5 Jahre alte Esel aus dem Saarland auf dem Höllenberg eingezogen und futtern fleißig im Rahmen unseres Beweidungsprojektes. Anfängliche Differenzen mit den beiden Alteingesessenen Alfonso und Jolly haben sich schnell geklärt und mittlerweile vertragen sich die vier ganz gut. 


Spazieren gehen mit unseren Eseln

 

21.01.2019

Jolly und Alfonso lassen sich gut an der Leine führen und freuen sich über das Futter das sie unterwegs fressen können.


Erwerb der Esel Jolly und Alfonso

 

22.11.2018

Heute haben wir die beiden Esel von Herrn Straube in unser Eigentum übernommen.


Sachkundenachweis Eselhaltung

 

01.11.2018

Susanne Bentz und Bernd Schmidt haben in einem zweitägigen Seminar der Esel-Nothilfe in Kolbermoor den Sachkundenachweis zur Eselhaltung erworben.


Start Beweidungsprojekt mit Eseln

 

 05.06.2018

Die Esel fressen sich seit Mai 2018 Stück für Stück durch das unwegsame Gelände. Als Bewohner von Steppen und gebirgigen Landschaften sind diese Grundstücke ideal für die Tiere. Zusätzliche Nahrung benötigen die Tiere nicht. Wir bitten insbesondere die Tiere nicht zu füttern, denn das kann für die Tiere leider tödlich enden.

 

Herr Straube aus Lautersheim ist der Besitzer der Tiere. Er und die Mitglieder seines Vereins zum Erhalt aussterbender Schweine- und Nutztierrassen in Lautersheim sorgen dafür, dass es den Eseln, die im April aus schlechter Haltung übernommen werden konnten, an Nichts mangelt. Die deformierten Hufe wurden bereits durch einen Hufschmied behandelt. Zweimal täglich wird den Tieren frisches Wasser gebracht.

 

Wir sind gespannt wie sich das Gelände durch die Beweidung verändert. Ziel ist es neben unserer auch viele weitere Flächen auf dem Höllenberg zu entbuschen.